Chronik/ Geschichte

Nennt mich heute den Geschichten-Erzähler...


Es war einmal vor langer langer Zeit (naja wenn man es genau nimmt am Anfang der wilden 70er Jahre) ein paar Barnstorfer Hundeliebhaber, die auf der Suche nach sinnvoller Beschäftigung für ihre geliebten Vierbeiner, die umliegenden Dörfer durchstreiften. Nach dem dritten Dorf waren sie kurz davor die Flinte ins Korn zu werfen. Es schien ein Aussichtsloses Unterfangen zu sein. Ihre treuen Begleiter würden ihre kostbare Intelligenz und unendlichen Energiereserven weiterhin in eine Schreckensherrschaft investieren, die eigentlich verhinderbar sein müsste.


Der Verzweiflung nahe eilten die Barnstorfer ins letzte Dorf. Dort stellten sie zu ihrer Überraschung fest, das die Hunde ausgeglichen und gehorsam waren. Hoffnung keimte auf. War das Dorf Diepholz das wonach sie schon solange suchten?


Neugierig folgten sie den Dorfbewohnern die mit ihren Vierbeinern zielstrebig und konsequent einem unsichtbaren Pfad entlang zu marschieren schienen. Völlig von den Socken, entdeckten sie dadurch das Paradies eines jeden Hundeliebhabers, den Hundeplatz. In ihren Augen war dieser riesig und perfekt.


Nachdem die Barnstorfer den Diepholzern eine Weile staunend zugesehen hatten, war es beschlossen, sie würden hier bleiben und stolze Mitglieder werden. Ihre Suche hatte endlich ein Ende gefunden.


Nach zwei erfolgreichen Jahren (1972) auf dem fantastischen Diepholzer Hundeplatz, stellten die Barnstorfer zu ihrem eigenen Leiden fest, das der lange Weg dorthin zu viel ihrer kostbaren Trainingszeit in Anspruch nahm. So entschlossen sie sich etwas in ihrem Dorf zu suchen.


Schließlich trainierten sie ihre Lieblinge auf einem Sportplatz für ihres Gleichen, der führte entlang der Bremer Straße. Aber auch das war den Barnstorfern nicht genug, sie trauerten dem perfekten Hundeplatz der Diepholzer hinterher.


Ein neues Mitglied in ihrer Gruppe mit dem Namen Herrn Rudi Gehlert hatte von dem Trauerspiel seiner Gefährten die Nase gestrichen voll. Er wurde die treibende Kraft der Gruppe und sorgte dafür das an einer Neugründung für einen eigenständigen Hundeplatz der Barnstorfer gearbeitet wurde.

Im Einklang mit ihren Diepholzern Teamkollegen fand am 10. Mai 1974 in ihrem kleinen Dorf Barnstorf eine Gründungsversammlung statt, mit herausragenden 26 Gründungsmitgliedern.

Nach weiteren aufreibenden vier Monaten, am 1. September 1974, erkannte nun auch endlich der Hauptverein den Barnstorfer Hundeplatz an.

Verdientermaßen bekleidete die treibende Kraft, Herrn Rudi Gehlert, das sagenumwobene Amt des 1. Vorsitzenden.

Dank der wohlwollenden Barnstorfer Gemeinde und der Firma Wintershall AG und dessen fantastischen Unterstützung, entstand am Aasbrucher Weg eine traumhafte Anlage mit großzügigem Übungsgelände und einem tollen Vereinsheim. Sodass die Barnstorfer schon ein Jahr später (1975) auf diesem Gelände ihre erste Leistungsprüfung abhalten konnten.

Der Hundeliebhaberbestand wuchs insbesondere durch Jugendliche unbeirrbar an und die Arbeit mit den Schäferhunden gestaltete sich, mit steigender Tendenz, sehr erfolgreich - auch im Vergleich mit anderen Ortsgruppen.

Vier erfolgreiche Jahre später hatte die Barnstorfer Ortsgruppe, unfassbar aber wahr, schon mehr als 70 Mitglieder.

Ein weiteres Jahr verging (1980) da entschloss sich eine größere Gruppe der Barnstorfer Hundeliebhaber ihre eigene Ortsgruppe in Twistringen, einem Dorf weiter, zu gründen. Auch dieser Gruppe stahl der Weg nach Barnstorf zu viel Trainingzeit und auch sie träumten von ihrem eigenen Reich.

Die treibende Kraft, Herrn Rudi Gehlert, gab sein sagenumwobene Amt des 1. Vorsitzenden 1982 auf und verzog. Dieser unglaubliche Hundeliebhaber hatte seit der Gründung vor 13 Jahren den Verein durchgehend erfolgreich geleitet und überließ schließlich Herrn Hans-Jürgen Thimm die Nachfolge.

Achtzehn Jahre danach (2000) führte Frau Gelinde Neumann acht Jahre lang fruchtbringend das Amt des 1. Vorsitzenden aus.

Schon Wahnsinn was so ein paar unzufriedene Hundeliebhaber in den wilden Anfängen der 70er Jahre ins Rollen gebracht haben. Findet Ihr nicht?

Heute 42 erhabene Jahre danach züchtet unsere Ortsgruppe den Deutschen Schäferhund noch immer im Rahmen der vom Hauptverein vorgegebenen Rassekennzeichen und Zuchtbestimmungen.

Unsere Ausbildung der Hunde erfolgt weiterhin im Rahmen der VDH und FCI Prüfungsordnungen. Auch Partnerschaften und Kooperationen mit anderen regionalen und überregionalen Ortsgruppe liegen uns fortwährend am Herzen.

Denn lassen Sie uns ehrlich zueinander sein, im Grunde habe wir alle dasselbe Ziel. Wir wünschen uns ausgeglichene, fröhliche und gehorsame Hunde die uns treu zur Seite stehen.

Und dafür gibt es den Hundesport, die verschiedenen Vereine, die vielen Ortsgruppen und die breit gefächerten Ausbildungs Möglichkeiten.

Natürlich sind auch bei uns auf dem Übungsgelände andersrassige Hunde gern gesehen und auch erwünscht.

Auf unserem Platz wird das gemeinsame Hobby unter Einbeziehung der Familien groß geschrieben. Hinzu kommt das unser Vereinsheim zusammen mit dem Übungsplatz zu jeder Tages- wie auch Jahreszeit das behagliche Training gewährleisten kann.